Magdeburg

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist mit 232.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Im Jahr 805 wurde die Stadt erstmals als Magadoburg ("mächtige Burg") erwähnt. 967 stieg sie zum Erzbistum auf und um das Jahr 1300 war sie Mitglied des Hansebundes. Predigten Luthers in Magdeburg leiteten dort 1524 die Reformation ein. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt 1631 durch kaiserliche Truppen zerstört und die Bevölkerung massakriert. Ab 1648 gehörte Magdeburg mit zeitlichen Unterbrechungen zu Brandenburg und später zu Preußen, das die Stadt im 18. Jahrhundert zu seiner stärksten Festung ausbaute. 

Traditonell verfügt die Wirtschaft der Landeshauptstadt über einen starken Maschinen- und Anlagenbau, was u. a. auf die zentrale Lage der Stadt am Schnittpunkt verschiedener europäischer Verkehrswege zurückzuführen ist. Auch Medizintechnik und Pharmaherstellung haben an Bedeutung gewonnen. Zukünftig will die Stadt besonders Unternehmen aus der Umwelttechnologiebranche und der Recyclingwirtschaft fördern, um ihre Wirtschaft weiterzuentwickeln.
Magdeburg
 
Die Stadt der Kultur verfügt über zahlreiche Museen wie das Kulturhistorische Museum, das Kunstmuseum, das Museum für Naturkunde und das Otto-von-Guericke-Museum. Wechselnde Ausstellungen werden in Galerien gezeigt. Zur Bereicherung der Kultur Magdeburgs tragen auch Opern- und Schauspielhaus bei. Im Kulturzentrum Moritzhof finden kalendertäglich z. B. Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen statt. 
 
Die Landeshauptstadt bietet viele Möglichkeiten zur Gestaltung der Freizeit. Der 90 Hektar große Elbauenpark verfügt über vielfältige Attraktionen. Der sehenswerte Zoo beherbergt 176 Tierarten. Auf der Elbe kann entlang der Stadtsilhouette und vorbei an wunderschönen Auenwäldern eine Reise mit einem Schiff der Weißen Flotte unternommen werden. In der besonders "grünen" Stadt lässt sich die Freizeit auch in einer der besonders vielen Parkanlagen verbringen.